Handlettering als Terracotta Gravur (DIY)

Ich liebe das Handlettering auch, weil es so unbegrenzte Möglichkeiten bietet. Zuletzt habe ich mich an etwas (für mich) völlig Neues gewagt: Eine echte Handlettering-Gravur.

In diesem kleinen DIY-Artikel möchte ich dir zeigen, wie ich aus einem einfachen Terracotta Blumentopf ein einzigartiges Kunstwerk geschaffen habe!

Wenn Kreative einkaufen gehen …

… entstehen tausend Ideen im Kopf. Egal was ich sehe, ich möchte es bearbeiten, beschriften oder zum Basteln verwenden.

In diesem Fall habe ich in einem großen Garten-Center einen Terracotta Blumentopf entdeckt und mir war klar: Das wartet eine neue Technik auf mich.

Kurzerhand habe ich den Topf gekauft und mir vorgenommen meinen Dremel mal ganz anders als bisher einzusetzen.

Terracotta Topf

Die erste Skizze

Wie immer, habe ich mit einer einfachen Skizze begonnen. Es sollte der Schriftzug „Nature Lover“ werden.

Also habe ich einige Varianten ausprobiert und mich für eine Kombination aus geschwungener Handlettering- und einer geradlinigen Schrift entschieden. Das ergibt einen tollen Kontrast und verbindet Tradition und Moderne.

Mit einer Skizze auf Papier zu beginnen macht immer Sinn, um ein Gefühl für das Zusammenspiel und die Optik der Wörter zu bekommen.

Meistens dauert es nicht lange, bis sich ein Favorit herauskristallisiert.

Skizze übertragen

Da Terracotta sehr rau ist, lässt sich die Skizze perfekt per Bleistift übertragen. So konnte ich die Linien später „einfach“ mit meinem Dremel nachfahren.

Bleistift Vorlage auf dem Topf

Auch ein Stück Kreide hätte hierbei sicher gut funktioniert. Fehlerhafte Vorzeichnungen lassen sich sowohl bei Bleistift-Linien, als auch beim Einsatz von Kreide super wieder korrigieren.

Es wird ernst: Die Gravur

Und dann war es vorbei mit Korrigieren oder Schummeln. Beim Gravieren ist jeder Fehler endgültig. Ist das Material erstmal abgetragen, bleibt es das auch.

Ich habe mich dennoch an die neue Herausforderung gewagt (mit Atemschutzmaske und später auch mit Brille!) und begonnen, die Linien nachzufräsen.

Dazu habe ich mir einige (billige) Gravur-Aufsätze gekauft.

Gravieren mit Maske

Recht schnell entwickelt man ein Gefühl dafür, wie stark das Material bei welcher Haltung und welchem Druck abgetragen wird.

Idealerweise übst du vorher an einem alten Topf! So bekommst du ein Gefühl für Werkzeug und Material.

Ich würde empfehlen mit mittlerer Drehzahl und einem möglichst kleinen, runden Aufsatz zu arbeiten. Das kommt dem typischen „Schreiben“ am nächsten und sorgt für ähnlich breite Striche.

Nach und nach habe ich den Schriftzug ausgefräst und bestimmte Linien dicker dargestellt. Das war dann quasi Terracotta-Faux-Calligraphy. 😉

Gravur Prozess

Tipp: Drehe den Topf um 180°, sodass du von oben mit der Gravur beginnst. So verwischst du mit deinem Handballen nicht deine Vorzeichnung!

Letztendlich habe ich 1-2 Stunden für die fertige Gravur gebraucht und war am Ende super stolz, dass mein erster Versuch relativ gut gelang!

Terracotta lässt sich wunderbar bearbeiten, da das Material sehr weich und unbeschichtet ist. Außerdem sind solche Töpfe günstig zu bekommen.

Lettering in drei Dimensionen

Was ich beim Gravieren extrem spannend finde, ist die neue Dimension, die plötzlich hinzukommt.

Normalerweise hat man beim Schreiben nur die Breite und die Höhe der Buchstaben (okay, und eine kaum sichtbare „Dicke“ der Farbe).

Bei der Gravur arbeitet man aber auch sichtbar in die Tiefe. So lässt sich der Schriftzug ganz anders gestalten. Später entscheidet dann der Lichteinfall, wie die Schrift wirkt. Damit werde ich auf jeden Fall noch experimentieren!

Gravur erzeugt 3D Effekt

Auf jeden Fall wirkt eine solche Gravur sofort viel hochwertiger, als ein oberflächlicher Schriftzug.

Farbe oder nicht?

Zuletzt stand dann die Frage im Raum, ob ich den ausgefrästen Schriftzug noch farbig mache (zum Beispiel mit Lackmarkern).

Lackmarker in schwarz

Anfangs war dies mein Plan, aber nach der mühseligen Gravur war ich mir nicht mehr sicher, ob ich den Blumentopf damit weiter verschöner oder seine Natürlichkeit verloren geht …

Da das Ganze allerdings auch als Experiment für dich gedacht war, habe ich es natürlich probiert. Dank Fotos beider Varianten kannst du für dich selbst entscheiden, was dir besser gefällt – und eher zum Nachmachen lohnt.

Vergleich mit und ohne Farbe

An die Töpfe, fertig, lettern!

Ich würde sagen, damit bist du an der Reihe. Kreiere deinen ganz eigenen Blumentopf und erschaffe ein individuelles Geschenk oder die perfekte Garten-Deko für kreative Handlettering-Freunde.

Fertiges Ergebnis

Viel Spaß beim Nachmachen!

PS: Dein Ergebnis interessiert mich brennend! Sende mir gerne eine Mail mit deinem gravierten Blumentopf oder hinterlasse hier einen Kommentar mit einem Link zu deinem Bild.

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