POSCA Marker (die Marker für alle Oberflächen?)

Wenn es darum geht, verschiedene Oberflächen zu beschriften, hört man von einem Stift immer wieder: Dem UNI POSCA Marker.

Ich benutze diese Stifte seit über einem Jahr und möchte dir von meiner Erfahrung berichten. Teilweise war ich selbst überrascht, wie gut diese Marker wirklich sind …

POSCA Marker Steckbrief

IconSchwierigkeitsgradEinsteiger
IconPinselspitzeOptional
IconGröße der StiftspitzeKlein bis groß
IconTinteLack auf Wasserbasis
IconAustauschbare SpitzeJa
IconOnline bestellenZum Angebot

Ist das Handlettering mit POSCA Markern möglich?

Die POSCA Marker verfügen zum Großteil über eine feste Spitze. Dabei gibt es allerlei verschiedene Formen:

  • Rundspitzen in verschiedenen Größen
  • Eine Keilspitze
  • Eine besonders große Rechteckspitze

Mit diesen festen Spitzen lässt sich natürlich lettern – allerdings nur mit einer Strichstärke ohne den typischen Brushlettering Kontrast.

Für den Brushlettering Effekt mit dicken Abstrichen und dünnen Aufstrichen musst du dich der Faux Calligraphy bedienen.

Eine Ausnahme gibt es (mittlerweile): POSCA hat nun auch einen Marker mit Pinselspitze im Sortiment! Das heißt, es ist echtes Brushlettering möglich.

Wie gut diese Pinselspitze auf verschiedenen Oberflächen funktioniert, konnte ich leider noch nicht testen. Besonders auf unebenen, rauen Oberflächen stelle ich es mir allerdings recht kompliziert vor.

Da die Marker auf Wasserbasis sind, lassen sich sich sogar vermischen oder aquarellieren. Ist die Farbe trocken, lässt sie sich deckend übermalen. Was für eine starke Kombination!

Welche Oberflächen lassen sich beschriften?

Die interessanteste Frage im Bezug auf die Marker. Denn dafür sind sie am besten geeignet: Beschriftung von unterschiedlichen Oberflächen.

Hierbei haben mich die POSCA Marker positiv überrascht: Es gibt praktisch keine Oberfläche, auf der sie nicht funktionieren.

Ich habe mittlerweile Stein, Holz, Glas, Porzellan, Stoff, Plastik und lackierte Oberflächen mit den Marker beschriftet – alles kein Problem! Selbst raue oder poröse Oberflächen lassen sich mit den Markern bemalen. Wirklich genial!

In der Galerie findest du ein paar meiner Projekte, die ich mit den Marker umgesetzt habe:

Wie haltbar ist die Farbe?

Besonders bei der Bemalung und Beschriftung von Dingen, die Wind und Wetter ausgesetzt sind, stellt sich die Frage nach der Haltbarkeit.

Meine ersten Steine habe ich vor über einem Jahr beschriftet. Seit dem lagen sie draußen – bei Sonne, Regen, Sturm und Frost. Fast alle Steine sehen nach dieser Zeit immernoch richtig gut aus. Lediglich bei einem ist die Farbe etwas verblasst.

Stein im Regen
Nach einem Jahr Wind und Wetter sieht der Lack noch wirklich gut aus.

Und das, obwohl ich die Steine nicht zusätzlich versiegelt habe! Wenn die Vorarbeit stimmt (gründliche Reinigung der zu beschriftenden Oberfläche) hält der Lack der POSCA Marker also wirklich gut.

Für Extremfälle, wie die dauerhaft feuchte Lagerung oder starker Sonneneinstrahlung, empfehle ich die zusätzliche Versiegelung mit einem Klarlack (auf Wasserbasis).

So bleibt dein Motiv völlig frei von den äußeren Einflüssen.

Und was ist mit Papier?

Der Einsatz auf Papier ist ironischerweise weniger geeignet. POSCA selbst bezeichnet es zwar als unproblematisch, ich persönlich habe allerdings andere Erfahrungen gemacht.

Die großen, festen Spitzen und der starke Farbauftrag sorgen dafür, das einfaches Papier sehr schnell aufgeraut wird und kleine Fetzen entstehen.

POSCA Marker Papier
Bei zuviel Farbe wird das Papier aufgeraut.

Möchtest du die Marker also auf Papier nutzen, sollte es möglichst dick und fest sein.

Auf Karton und rauer Paket-Pappe hingegen fühlen sich die Marker wieder umso wohler. Ein Stift für Extreme!

Auf schwarzem Karton kommen die Farben außerdem besonders gut zur Geltung.

Der richtige Umgang

Lackmarker sind häufig etwas speziell im Umgang. Folgende Schritte solltest du für den optimalen Gebrauch beachten:

  • Gründlich Schütteln: Die kleine Kugel im Inneren sorgt dafür, dass die Farbe so richtig durchgemischt wird.
  • Pumpen: Pumpe den Stift auf, in dem du die Spitze 1-2 Mal auf einem anderen Blatt Papier aufdrückst. Ist der Stift noch unbenutzt wirst du wesentlich öfter Pumpen müssen, bis sich die Farbe durch die Stiftspitze drückt.
  • Testen: Nutze möglichst ein zusätzliches Schmierpapier um den Farbauftrag zu testen. Pumpst du zu viel, kleckst du dein Kunstwerk voll!
  • Nachpumpen: Zwischendurch wird der Farbauftrag schwächer – dann ist (einmal) nachpumpen angesagt.

Nach dem Einsatz musst du die Stifte mit der Kappe (richtig!) verschließen.

Dann trocknen sie auch nicht ein. Bei Bedarf lassen sich die Spitzen sogar mit Wasser auswaschen.

Lagerung

Laut POSCA dürfen die Stifte in jeder Position gelagert werden. Die Kugel sorgt beim Schütteln für eine gute Durchmischung.

Ich persönlich lagere sie trotzdem immer Horizontal, um eine gleichmäßige Farbverteilung innerhalb des Stiftes zu haben.

In den letzten Jahren sind mir einige Stifte eingetrocknet, da ich sie tatsächlich über ein Jahr nicht genutzt hatte.

Laut POSCA lassen sich diese Stifte allerdings durch Einweichen in Wasser wieder zum Leben erwecken.

Das wusste ich damals noch nicht – daher habe ich sie weggeschmissen. Alle anderen Marker, die ich regelmäßig (einige Male im Monat) genutzt habe, funktionieren immernoch wunderbar.

Notfalls lassen sich die Spitzen aber sogar austauschen.

Welches Set soll ich kaufen?

Das POSCA Sortiment ist wirklich groß. Dabei ist es nicht ganz einfach zu entscheiden, welches Set für dich geeignet ist.

Am besten hangelst du dich an folgenden Fragen entlang:

  • Welche Farben benötige ich?
  • Wie groß sind die Objekte, die ich beschriften möchte?
  • Wie viel Geld kann ich dafür ausgeben?

Anschließend kannst du besser entscheiden, welches Set wirklich nötig ist. Oder ob du vielleicht sogar mit einzelnen Stiften auskommst.

Auf der POSCA Webseite bekommst du einen guten Überblick über das gesamte Sortiment.

Preis/Leistung

Auf den ersten Blick sind die POSCA Marker recht teuer. Je nach Set musst du mit 2-3€ pro Marker rechnen. Als ich mein erstes Set Stifte gekauft habe, war ich nicht sicher, ob der Preis gerechtfertigt ist.

Mittlerweile muss ich sagen, dass es eine super Investition war. Durch die vielen Einsatzmöglichkeiten spare ich mir zusätzliche Stifte und habe immer meine POSCA Marker parat.

Wenn du unsicher bist, fange erstmal mit einem sehr kleinen Set oder einem einzelnen Stift an. Überzeugt er dich (so wie mich), kannst du dir immernoch ein vollständiges Stifte-Set bestellen!

Review im Video

Deine Erfahrung zählt

Hast du die POSCA Marker bereits ausprobiert? Welche Oberflächen hast du beschriftet und wie gefallen sie dir?

Berichte in den Kommentaren von einen Erfahrungen! Ich freue mich auf deine Rückmeldung.

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